Paris (dpa) - Sebastien Grosjean hat das Turnier in Paris-Bercy gewonnen und Thomas Haas den letzten Platz beim Masters Cup vor der Nase weggeschnappt. Der Franzose setzte sich am Sonntag im Endspiel der mit 2,95 Millionen Dollar dotierten Masters-Series-Veranstaltung mit 7:6 (7:3), 6:1, 6:7 (5:7), 6:4 gegen den Russen Yevgeny Kafelnikov durch und rückte an dem Hamburger vorbei ins Feld der acht weltbesten Tennis-Profis des Jahres, die vom 12. bis 18. November in Sydney um den Titel eines so genannten ATP-Weltmeisters kämpfen.
Auch Thomas Haas wird in der Olympia-Stadt als Ersatzmann dabei sein. „Ich fahre nach Sydney”, verkündete der beste deutsche Tennisspieler, der bei Olympia 2000 in down under mit der Silbermedaille einen seiner größten Erfolge errungen hat.
Trotz des mit 5:7, 4:6 verlorenen Halbfinals unter dem Grasdach in Bercy gegen seinen direkten Rivalen Grosjean schaffte er im Saison-Endspurt die erste WM-Qualifikation seiner Karriere. Zuletzt war Nicolas Kiefer 1999 in Hannover dabei - der Holzmindener kam damals bis ins Halbfinale.
„Ich fahre auf jeden Fall - auch als Ersatzmann”, unterstrich Haas. Und er hat allerbeste Aussichten, doch zum Einsatz zu kommen. Denn „Jung-Papa” und Graf-Ehemann Andre Agassi, so heißt es in der Branche, werde seine Familie nämlich nicht schon wieder alleine lassen.
Überdies plagt Patrick Rafter die Schulter. Deshalb wird wohl auch der Brite Tim Henman, der sich nach seinem frühen Aus in Bercy eigentlich schon aus dem Rennen wähnte, noch eine WM-Chance erhalten.
Mit einer erstaunlichen Energieleistung schaffte Grosjean das unmöglich scheinende. Die WM-Teilnahme habe er eigentlich gar nicht mehr auf dem Zettel gehabt. Doch im Schlussspurt zeigte der Franzose unglaublich starkes Tennis und ließ auch Olympiasieger Kafelnikov keine Chance.
Der WM-Platz und ein Preisgeld von 434.000 Dollar waren der verdiente Lohn; dem ohnehin qualifizierten Kafelnikov blieben als Trostpflaster 228.000 Dollar.
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