München (dpa) - Beim deutschen Meister Adler Mannheim hängt nach dem 18. Spieltag in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) der Haussegen schief.
Die Adler verloren am Mittwochabend ihr Heimspiel gegen die Kassel Huskies mit 4:5 (1:1, 3:2, 0:2) und blieben somit im dritten Spiel in Serie ohne Erfolg. Die Kölner Haie haben ihren Spitzenplatz derweil bestätigt. Der Tabellenführer kam gegen die Schwenninger Wild Wings zu einem 4:2 (0:0, 2:1, 2:1).
Haie 'on fire': vier Siege in Folge
Mit dem vierten Sieg in Folge hielten die Haie die Nürnberg Ice Tigers auf Distanz. Die Franken gewannen gegen die Revier Löwen Oberhausen 3:1 (0:0, 2:1, 1:0) und liegen mit 39 Punkten weiter vier Zähler hinter Köln (43).
Die Münchner Barons gewannen das Verfolger-Duell mit den Krefeld Pinguinen nach einem Schlussspurt noch 5:3 (2:1, 0:2, 3:0). Am Tag nach dem Erfolg, durch den der Vize-Meister auf den dritten Platz vorrückte, gaben die Münchner die Verpflichtung von Greg Johnston bekannt.
Der frühere NHL-Profi spielte zuletzt in Schweden und war in der Vorsaison bei den Berlin Capitals mit 46 Scorer-Punkten der beste Verteidiger. Gegen das Überraschungs-Team aus Krefeld hatten die Barons vor nur 2.557 Zuschauern in der Olympia-Eishalle durch Shane Peacock (44.), Simon Wheeldon (45.) und Derek Plante (48.) innerhalb von vier Minuten im letzten Abschnitt die Wende geschafft.
Erstmals drei Pleiten unter Stewart
Auf eine große Trendwende hoffen derweil die Adler Mannheim. Erstmals unter Trainer Bill Stewart, der seit Juli 2000 im Amt ist, verlor der Meister drei Partien in Folge. Die erneute Niederlage konnte auch das Straftraining nicht verhindern, zu dem die Spieler am Montag und Dienstag antreten mussten.
„Wir tun alles, um diese Phase der Erfolglosigkeit zu beenden. Wir werden in den nächsten Tagen viel trainieren, sogar während der Liga-Pause wegen des Deutschland-Cups“, so Stewart. Stephane Robitaille erzielte in der 43. Minute das aus Sicht von Trainer Hans Zach verdiente Siegtor für die Kassel Huskies, die zuvor mehrfach einen Rückstand aufholten.
Die Berlin Capitals setzten ihren Aufwärtstrend fort und kamen durch ein 4:3 (2:1, 2:2, 0:0) über die Hannover Scorpions zu ihrem dritten Sieg in Folge. Im West-Derby unterstrich die Düsseldorfer EG ihre derzeit gute Form und gewann bei den Iserlohn Roosters deutlich mit 5:2 (1:1, 3:0, 1:1).
Selivanow mit Siegtor für die Lions
Iserlohn löste durch die Niederlage die Frankfurt Lions als „Schlusslicht“ ab. Die Frankfurt Lions traten bei den Augsburger Panthern erstmals mit Jeffrey Riccardi statt Rob Doyle als Kapitän an und gewannen durch einen Treffer von Alexander Selivanow mit 3:2 (1:1, 0:1, 1:0) im Penaltyschießen.
Die Moskitos Essen unterlagen den Eisbären Berlin in eigener Halle 0:3 (0:0, 0:1, 0:2) und rutschen auf den vorletzten Rang ab. Die Eisbären schafften durch die Tore von David Roberts (38.), Steve Walker (46.) und Marc Fortier (60.) nach zuletzt vier Niederlagen wieder einen Sieg und liegen nun auf dem zehnten Platz.
In Nürnberg sorgte Martin Reichel (43.) mit dem Tor zum 3:1 für die Entscheidung zu Gunsten der Ice Tigers. Zuvor hatten Jürgen Rumrich (26.) und Martin Jiranek (32.) für die Franken getroffen. John Craighead (30.) gelang für Oberhausen lediglich der zwischenzeitliche Ausgleich.
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